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Samstag, 20. Dezember 2008

Letzte Tage

Wenn man so ein zwei oder auch vier Monate mal seine Koffer oder bei mir das ganze Auto packt, steht eigentlich 90% der Zeit die Aussage...'Ich habe ja noch genug Zeit'...die Worte ziehen irgendwie im Moment nicht mehr...die Anzahl der Tage ist seit heute einstellig...und da war ja noch was...Blog hin oder her...Email hin oder her...Skype hin oder her...Handy hin und her...

Also ich komme dann mal wieder zur Sache...wenn es also noch Menschen gibt, die es auf die altmodische Art haben wollen...um es zu Hause an die Wand zu hänge...dann....

Wer von diesen sympathischen jungen Mann, mit der tiefgründigen und kompetenten Ausstrahlung,
aus dieser bezaubernden Gegend,
so etwas bekommen möchte,
der sollte den oben genannten Herrn, mit einer Mitteilung seiner Adresse belästigen und ihn somit nötigen, seiner Schreibepflicht eines Reisenden nachzukommen.

Sonntag, 7. September 2008

Meine erste Stadtrunde

Da war ich nun, es war ein Donnerstagmorgen im August, die Uhr sprach 7.30...ganz allein auf der Pier und wo war dieser verdammte Tutor oder zumindest ein Begrüßungskomitee, so mit Fähnchen und ein wenig Musik?!

Wenn nun mal der Capitano meint, er müsse mitten auf der Ostsee, die Fahrt raus nehmen, um dann doch eine Stunde zu spät einzulaufen...kommt es schon mal vor, das der Herr für deine ersten Schritte schon auf den Weg zur Arbeit ist.


Also Stadtplan auf den Beifahrersitz und rein ins Getümmel...erstmal den Schlüssel für Tür besorgen, hinter der mein Bett zu finden sein sollte. Auch in Finnland fangen solche Organisationen erst an zu arbeiten, wenn der erste Student den Versuch unternimmt, es mal mit den Öffnen der Augen zu probieren.

8 Uhr und noch eine Stunde bis ich das erstmal eine Nummer ziehen muß. Das ziehen einer Nummer scheint hier Volkssport zu sein, trotz der Offensichtlichkeit der Erste zu sein, darf man sich mit dem Ziehen einer Nummer die Zeit vertreiben.

Ich habe mich dann erstmal auf die Jagt nach frühstücklicher Nahrung gemacht, um gleich mal einen Eindruck über mein finanziellen Ausgaben der nächsten 4 Monate zu bekommen. Eine Schrippe mit dem rituellen heißen Milchgetränk wurden mir für 8€ zur Verfügung gestellt.

Nach diesem morgentlichen Genuß, stand ich nun mitten in der Stadt im Regen, aber ein Herr einer örtlichen Vermarktungsfirma drückte mir gleich einen knall gelben Schirm in die Hand. Nun sag noch mal einer "Paris des Nordens", vielleicht bin ich doch eher im "London des Nordens" gelandet.

Nun saß also der kleine Norman kurz nach 9 in den Hallen der örtlichen Verleihfirma für studentische Unterkünfte, einen Nummer in der Hand und bastellte an den englischen Begrifflichkeiten, um sein Anliegen vorzutragen. Nach meinen Einleitungspruch bei der älteren Dame am Schreibtisch...kam ein- "ich habe 11 Jahre in Frankfurt gelebt" zurück und mein Tag war gerettet.

Samstag, 6. September 2008

Mit'n Boot

Helsinki...wie kommt man da denn hin und wie bekomme ich da die ein zwei Sachen hin, die Man(n) so für 4 Monate zum Überleben braucht.

Da ich mein Auto durch die Gewichtsbegrenzung des Gepäckes der Airlines nicht mit in den Flieger bekomme, war relativ schnell klar...'Ick fahr dann mal wieder mit'n Boot'.

Super Idee...keine super Idee war dagegen, ein Ruhesessel zu buchen, statt eine Koje in einer Kabine in Anspruch zu nehmen. Für alle, wenn da steht Ruhesessel, dann ist damit wohl kein Schlafsessel gemeint. Alle die schon mal das Vergnügen hatten, einen länger Strecke mit dem Flugzeug zurück zu legen, wissen was es heißt, übermüdet aus den Flieger zu steigen.

Übrigens, eine Überfahrt von 24 Stunden schließt nicht aus, das man zwei Nächte für den Versuch hat, eine Schlafposition auf dem Ruhesessel zu finden.

Da war doch ein Lächeln auf meinem Gesicht, als ich die Schlafsäcke auf den Boden neben den Ruhesesseln gesehen habe. Das Lächeln war dann etwas später in der Nacht auf Seiten der Schlafsackbesitzer.

Und nun eine Frage an die Fachwelt...Was könnte dieser Kasten auf einen Schiff machen?!